Ob der Umbau gelingt, entscheidet sich an den ausführenden Fachleuten — und gerade beim barrierefreien Bad an deren Erfahrung mit der Norm SIA 500. Bevor man überhaupt Betriebe anfragt, lohnt sich eine unabhängige Bauberatung: Die kantonalen Fachstellen für hindernisfreies Bauen und die Bauberatung von Procap kennen sowohl die Norm als auch die Finanzierungswege und helfen, das Vorhaben richtig zu dimensionieren — oft kostenlos oder zu geringen Kosten. Auch Pro Senectute berät zum altersgerechten Wohnen. Diese Beratung vorzuschalten, verhindert teure Fehlplanungen, bevor der erste Handwerker kommt.
Bei der Auswahl des Betriebs helfen dann klare Kriterien: eine erkennbare Spezialisierung auf barrierefreie Badumbauten, Referenzen und Kundenbewertungen und vor allem eine schriftliche, vollständige Offerte. Diese sollte Leistungsumfang, Materialien, einen Zeitplan und möglichst einen Festpreis statt einer Abrechnung nach Aufwand enthalten — erst so lassen sich Angebote überhaupt vergleichen. Zwei bis drei Offerten einzuholen ist hier die Regel, nicht die Ausnahme; an den Rückfragen eines Betriebs erkennt man schnell, wer das Vorhaben wirklich durchdacht hat und die Norm im Griff hat.
Je nach Umfang sind verschiedene Gewerke beteiligt — Sanitärinstallateure für Leitungen und Armaturen, Plattenleger für Boden und Wände, bei grösseren Eingriffen auch Maurer und Elektriker. Entscheidend ist, dass eine Stelle das Projekt koordiniert und die Schnittstellen im Blick behält; ein Komplettanbieter aus einer Hand nimmt einem genau diese Koordination ab, während man bei einzeln beauftragten Handwerkern selbst den Takt vorgeben muss.
Während der Arbeiten geben kurze Zwischenabnahmen Sicherheit — etwa nach der heiklen Abdichtung, bevor gefliest wird, denn spätere Wasserschäden sind teuer und schwer zu beheben. Nach Fertigstellung gehören eine gründliche Endabnahme und eine schriftliche Festhaltung allfälliger Mängel dazu, bevor die Schlusszahlung fällig wird. Klare Regelungen zu Garantie und Gewährleistung sowie der Nachweis, dass der Betrieb haftpflichtversichert ist, runden die Absicherung ab. Wer diese Punkte vorab vertraglich klärt, steht im Streitfall deutlich besser da.