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Wir arbeiten laufend daran, interessante und nützliche Informationen rund um die Pflege zuhause für unsere Kunden und Interessenten zusammenzutragen. Diese Ratgeber-Beiträge entstehen in Zusammenarbeit mit ausgewählten Pflegeexperten.
In der Schweiz bestehen Vorschriften für hindernisfreie Türen und Eingänge, die den Zugang für Menschen mit Behinderungen verbessern sollen. Das Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) bildet die rechtliche Grundlage für diese Anforderungen und wird durch kantonale Baugesetzgebungen ergänzt.
Die Norm SIA 500 "Hindernisfreie Bauten" definiert die minimalen Anforderungen für barrierefreie Bauten in der Schweiz. Gemäss dieser Norm müssen Türen eine nutzbare Durchgangsbreite von mindestens 80 cm aufweisen. Die lichte Höhe sollte nicht weniger als 205 cm betragen. Diese Masse gewährleisten, dass Rollstuhlfahrer und Personen mit Gehhilfen problemlos passieren können.
Ein kritischer Aspekt bei barrierefreien Eingängen sind Schwellen. Grundsätzlich sind diese nicht zulässig. In Fällen, wo sie technisch unumgänglich sind, dürfen sie eine maximale Höhe von 2 cm nicht überschreiten. Für Wege und Rampen vor dem Eingang gelten ebenfalls spezifische Vorschriften: Sie müssen mindestens 1,20 m breit sein und dürfen eine Neigung von maximal 2% aufweisen.
Ausreichende Bewegungsflächen vor, hinter und seitlich der Türen sind entscheidend. Die Norm SIA 500 «Hindernisfreie Bauten» sieht eine Mindestbreite von 150 cm und eine Mindesttiefe von 120 cm vor. Bei gegenüberliegenden Bauteilen erhöht sich die erforderliche Bewegungstiefe auf 150 cm. Für eine 90-Grad-Drehung mit dem Rollstuhl ist eine Fläche von mindestens 1,40 m x 1,40 m notwendig.
Die Bedienung der Türen muss ebenfalls barrierefrei gestaltet sein. Türbeschläge sollten in einer Höhe von 85 cm angebracht sein. Gut greifbare und grossformatige Türdrücker sind zu bevorzugen, während Knäufe nicht zulässig sind. Zusätzliche Haltegriffe am Türrahmen können bei Türen mit Türschliessern hilfreich sein.
Diese Anforderungen tragen dazu bei, dass hindernisfreie Türen und Eingänge einen einheitlichen Standard erfüllen und den Zugang zu Gebäuden erleichtern.
Rollstuhlgerechte Eingänge erfordern sorgfältig geplante Masse und grosszügige Bewegungsflächen, um Barrierefreiheit zu gewährleisten. Die Schweizer Normen legen präzise Vorgaben fest, die bei der Gestaltung von Türen und Eingängen zu berücksichtigen sind.
Für einen barrierefreien Zugang ist die Breite der Türöffnung entscheidend. Gemäss den Schweizer Richtlinien muss die nutzbare Durchgangsbreite mindestens 80 cm betragen. Diese Breite ermöglicht es Rollstuhlfahrern, problemlos durch die Tür zu gelangen, ohne sich zu verkanten. Die lichte Höhe der Türöffnung sollte zudem nicht weniger als 205 cm betragen, um auch grösseren Personen oder speziellen Rollstuhlmodellen einen bequemen Durchgang zu ermöglichen.
Ausreichende Bewegungsflächen sind unerlässlich für die Manövrierfähigkeit von Rollstühlen. Die Schweizer Normen schreiben vor:
Diese grosszügigen Flächen ermöglichen es Rollstuhlfahrern, die Tür ohne Hindernisse zu öffnen, zu schliessen und zu passieren.
Für Rampen und Zugangswege gelten ebenfalls spezifische Anforderungen:
Diese Masse stellen sicher, dass Rollstuhlfahrer sicher und bequem den Eingangsbereich erreichen können.
Idealerweise sollten Eingänge komplett schwellenlos gestaltet sein. Wo dies technisch nicht möglich ist, dürfen Schwellen maximal 2 cm hoch sein. Diese geringe Höhe ermöglicht es den meisten Rollstuhlfahrern, die Schwelle ohne fremde Hilfe zu überwinden.
Die Einhaltung dieser Masse und Bewegungsflächen ist entscheidend für die Schaffung wirklich barrierefreier Eingänge. Sie gewährleisten nicht nur die Zugänglichkeit für Rollstuhlfahrer, sondern erhöhen auch den Komfort für alle Nutzer, einschliesslich Personen mit Kinderwagen oder Gepäck. Durch die Berücksichtigung dieser Vorgaben tragen Architekten und Bauherren wesentlich zur Inklusion und Gleichberechtigung in der gebauten Umwelt bei.
Barrierefreie Türen erfordern durchdachte Beschläge und Öffnungshilfen, um Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen einen komfortablen Zugang zu ermöglichen. Die richtige Auswahl und Platzierung dieser Elemente ist entscheidend für die Nutzbarkeit und Sicherheit der Türen.
Gemäss den Schweizer Normen sollten Türbeschläge in einer Höhe von 85 cm angebracht werden. Diese Höhe ermöglicht sowohl stehenden Personen als auch Rollstuhlfahrern eine bequeme Bedienung. Dabei sind gut greifbare und grossformatige Türdrücker zu bevorzugen, da sie eine einfache Handhabung auch für Menschen mit eingeschränkter Handfunktion gewährleisten. Wichtig zu beachten ist, dass Knäufe anstelle von Türdrückern nicht zulässig sind, da sie für viele Menschen schwerer zu bedienen sind.
Um den Komfort und die Sicherheit weiter zu erhöhen, empfehlen sich folgende zusätzliche Öffnungshilfen:
Für öffentliche Gebäude und Bereiche mit hohem Publikumsverkehr bieten sich automatische Türsysteme an. Diese können durch verschiedene Mechanismen aktiviert werden:
Solche Systeme erleichtern nicht nur Menschen mit Behinderungen den Zugang, sondern sind auch für Personen mit Gepäck oder Kinderwagen von Vorteil.
Bei der Planung von Türbeschlägen und Öffnungshilfen müssen auch Sicherheitsaspekte berücksichtigt werden. Türen in barrierefreien Badezimmern sollten beispielsweise nicht nach innen aufschlagen und im Notfall von aussen zu entriegeln sein. Diese Massnahme kann in kritischen Situationen lebensrettend sein.
Die sorgfältige Auswahl und Installation von Türbeschlägen und Öffnungshilfen trägt wesentlich zur Barrierefreiheit bei. Sie ermöglicht es Menschen mit unterschiedlichen körperlichen Voraussetzungen, Türen selbstständig und sicher zu benutzen. Durch die Berücksichtigung dieser Aspekte wird nicht nur die Zugänglichkeit verbessert, sondern auch die Würde und Unabhängigkeit aller Nutzer gewahrt.
Bei der Gestaltung barrierefreier Türsysteme spielt die Sicherheit eine zentrale Rolle. Insbesondere in Notfallsituationen müssen diese Systeme zuverlässig funktionieren und allen Nutzern einen schnellen und sicheren Ausweg ermöglichen. Die Berücksichtigung verschiedener Szenarien und die Integration entsprechender Sicherheitsmassnahmen sind daher unerlässlich.
Ein kritischer Sicherheitsaspekt betrifft die Möglichkeit, Türen im Notfall von aussen zu öffnen. Dies ist besonders wichtig bei Badezimmertüren in barrierefreien Wohnungen oder öffentlichen Einrichtungen. Die Schweizer Normen schreiben vor, dass diese Türen nicht nach innen aufschlagen dürfen und im Notfall von aussen zu entriegeln sein müssen. Diese Vorkehrung kann in kritischen Situationen, etwa bei einem medizinischen Notfall, lebensrettend sein.
Barrierefreie Türen, die Teil eines Fluchtwegs sind, müssen besonderen Anforderungen genügen:
Automatische Türsysteme, die häufig in barrierefreien Umgebungen eingesetzt werden, erfordern spezielle Sicherheitsvorkehrungen:
Barrierefreie Türen, die gleichzeitig als Brandschutztüren fungieren, müssen sowohl den Anforderungen der Barrierefreiheit als auch denen des Brandschutzes genügen. Dies kann besondere technische Lösungen erfordern, wie etwa:
Neben technischen Lösungen ist auch die Schulung des Personals und die Sensibilisierung der Nutzer wichtig. In öffentlichen Gebäuden sollten regelmässige Übungen und Schulungen durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass alle Beteiligten im Notfall angemessen reagieren können.
Die Integration von Sicherheitsaspekten in barrierefreie Türsysteme erfordert eine sorgfältige Planung und Umsetzung. Durch die Berücksichtigung verschiedener Notfallszenarien und die Implementierung entsprechender Massnahmen kann sichergestellt werden, dass barrierefreie Türen nicht nur im Alltag, sondern auch in Krisensituationen zuverlässig funktionieren und allen Nutzern Sicherheit bieten.
Die kontrastreiche Gestaltung von Türen und Eingängen ist ein entscheidender Faktor für die Barrierefreiheit, insbesondere für sehbehinderte Personen. Eine durchdachte visuelle Gestaltung ermöglicht es Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen, sich besser zu orientieren und Türen leichter zu erkennen und zu benutzen.
Bei der Gestaltung barrierefreier Türen für Sehbehinderte gelten folgende Grundprinzipien:
Die Wahl von Farben und Materialien spielt eine zentrale Rolle bei der kontrastreichen Gestaltung:
Glastüren stellen für sehbehinderte Menschen eine besondere Herausforderung dar und erfordern spezielle Sicherheitsmarkierungen:
Eine adäquate Beleuchtung ist essentiell für die Wahrnehmbarkeit von Türen und Eingängen:
Ergänzend zur visuellen Gestaltung können taktile Elemente die Orientierung verbessern:
Die kontrastreiche Gestaltung von Türen und Eingängen ist ein wesentlicher Bestandteil der Barrierefreiheit. Sie ermöglicht es sehbehinderten Menschen, sich selbstständig und sicher in Gebäuden zu bewegen. Durch die Berücksichtigung dieser Aspekte in der Planung und Umsetzung können Architekten und Bauherren einen bedeutenden Beitrag zur Inklusion leisten. Eine gut durchdachte visuelle Gestaltung kommt dabei nicht nur Menschen mit Sehbehinderungen zugute, sondern erhöht den Komfort und die Sicherheit für alle Nutzer eines Gebäudes.
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Swiss Made
SECO bewilligt
Ein handelsübliches WC hat eine Sitzhöhe von rund 40 Zentimetern — und genau aus dieser tiefen Position sich ohne Halt hochzustemmen, überfordert im Alter, nach einer Operation oder bei nachlassender Kraft in den Beinen viele Menschen. Der Gang zur Toilette, eine der intimsten Alltagsverrichtungen, wird so zur unterschätzten Hürde, an der Stürze passieren und Selbstständigkeit verloren geht. Dabei lässt sich das WC mit oft kleinem Aufwand entschärfen: über die aufsteckbare Sitzerhöhung, wandmontierte Stützklappgriffe, ein fest erhöht gesetztes WC, ein Dusch-WC für die Reinigung ohne Bücken und die richtige Anordnung im Raum. Dieser Ratgeber erklärt, worauf es bei einer barrierefreien Toilette in der Schweiz ankommt, wie die Norm SIA 500 die Anordnung regelt, welche Lösung sich für welchen Bedarf eignet, was die einzelnen Massnahmen kosten und wer sich an den Kosten beteiligt.
WeiterlesenDer Ein- und Ausstieg über den rund einen halben Meter hohen Rand einer klassischen Badewanne zählt zu den häufigsten Sturzstellen im eigenen Zuhause. Eine Badewanne mit Einstieg entschärft genau diese Stelle: Durch eine seitliche, wasserdicht schliessende Tür tritt man über eine niedrige Schwelle in die Wanne, statt über den hohen Rand zu klettern. Für Menschen, denen dieser Rand zur Hürde geworden ist, die aber noch selbstständig gehen, sich hinsetzen und wieder aufstehen können, bleibt das Baden damit möglich. Dieser Ratgeber erklärt, wie eine begehbare Wanne technisch funktioniert, worin sich eine echte Tür von einem blossen Einstieg unterscheidet, welche Sicherheitsausstattung wirklich zählt, für wen die Lösung taugt, wo die bodengleiche Dusche die bessere Wahl bleibt, was der Umbau in der Schweiz kostet und wie er sich finanzieren lässt.
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