Veröffentlicht · 10. September 2026
Live-in-Betreuung 2021–2026: Einblicke in die Vermittlungspraxis
Was die Vermittlungsdaten über die Betreuung zu Hause zeigen – ergänzt um fakturierte Betreuungsmonate und Selbstauskünfte aus Bedarfs-Checklisten.
Quelle: Pflegevermittlung Schweiz · Datenstand 10.09.2026 · Redaktionelle Fassung 1.1
So sind die Zahlen zu lesen
PVS ist Vermittlerin, nicht Arbeitgeberin. Löhne und Anstellungsbedingungen beschreiben ausschliesslich die vom Haushalt vor der Vermittlung autorisierten Suchbedingungen. Die unterzeichneten Arbeitsverträge liegen PVS nicht vor. Ob die Anstellung zu diesen Bedingungen erfolgte oder später geändert wurde, ist PVS nicht bekannt. Die Angaben sind keine Lohnvorgabe oder Empfehlung von PVS und kein Nachweis tatsächlich bezahlter Kosten.
Drei Datenquellen, unterschiedliche Beobachtungseinheiten
Die Vermittlungsdaten umfassen 1’468 Mandate mit Beginn zwischen Januar 2021 und September 2026, 362 Haushalte und 578 Betreuungspersonen. Ein Mandat ist keine zusätzliche Familie: Turnusperioden und Folgevermittlungen können mehrere Mandate je Haushalt und Person erzeugen. Die jährlichen Personen- und Haushaltszahlen dürfen deshalb nicht zu eindeutigen Personen oder Haushalten addiert werden.
Die Honorarfakturierung umfasst 407 Haushalte mit mindestens einer Honorarrechnung zwischen Januar 2019 und September 2026. Sie ist die Quelle für fakturierte Betreuungsmonate und Kundenbeziehungen. CRM-Enddaten wurden dafür nicht verwendet, weil Einsätze dort nicht zuverlässig geschlossen sind. Vor 2021 liegen keine auswertbaren Suchmandat-Lohnreihen vor; das Gründungsjahr 2018 ist nicht Bestandteil dieser Zeitreihen.
Es liegen rund 1’400 Bedarfs-Checklisten aus 2019–2026 vor. Darunter sind Tests und wiederholte Übermittlungen; die Zahl bezeichnet keine eindeutigen Haushalte. Angaben stammen von Angehörigen oder den betreuten Personen und sind nicht medizinisch geprüft. Die separate Kostenrechner-Auswertung von März–August 2026 umfasst 364 Anfragen und bleibt eine eigene Auswertung. Eine Überschneidungsfreiheit der Personen wird nicht behauptet.
Alle Ergebnisse beschreiben den PVS-Bestand, keine repräsentative Erhebung der Schweiz. PVS ist Herausgeberin und Vermittlungsanbieterin mit wirtschaftlichem Interesse. Diese Fassung übernimmt Marians aggregierte Auswertung vom 10. September 2026; eine unabhängige Neuberechnung der Quelldaten ist damit nicht behauptet.
Betreute Personen und Betreuungsdauer
Die betreute Person war bei Beginn im Median 86 Jahre alt (358 Haushalte mit Jahrgang; Quartile 78 und 91 Jahre). 63 Prozent sind Frauen. Die 362 Haushalte verteilen sich auf 21 Kantone mit Schwerpunkt Deutschschweiz: Zürich 111, Aargau 50, Bern 42, Basel-Landschaft 28, Solothurn 20, St. Gallen 17, Nidwalden und Thurgau je 13, Luzern 11.
Bei 320 abgeschlossenen Haushalten seit 2019 beträgt die Dauer im Median sieben fakturierte Betreuungsmonate; die mittlere Hälfte liegt zwischen drei und 13 Monaten. Der Durchschnitt beträgt 10,2 Monate. Das ist eine Beschreibung abgeschlossener Fälle, keine typische Gesamtdauer einschliesslich laufender Betreuungen.
Am 9. September 2026 sind laut Marians CRM-Abgleich 82 Kunden aktiv. Dieser aktuelle Kundenbestand ist von der historischen Fakturierungskohorte zu unterscheiden. Fakturierte Monate sind keine Kalenderspanne zwischen erster und letzter Rechnung.
Je Haushalt waren im Median zwei verschiedene Betreuungspersonen im Einsatz. 254 der 362 Haushalte hatten mindestens zwei Personen; Wechsel gehören zum Turnusmodell und sind für sich kein Hinweis auf einen Abbruch.
Herkunft, Sprache und Erfahrung
Unter den 578 vermittelten Personen sind 526 Frauen und 50 Männer; für zwei Personen ist in der Zusammenstellung kein Geschlecht ausgewiesen. Bei 1’437 Einsätzen mit Jahrgang beträgt das Medianalter 55 Jahre. Der Jahresmedian steigt von 52 Jahren 2021 auf 57 Jahre 2026.
Der Anteil polnischer Staatsangehörigkeit an den Einsätzen sinkt von 39 Prozent 2021 auf 20 Prozent 2026; der rumänische Anteil steigt von acht auf 29 Prozent. Es sind Anteile an Einsätzen, keine Marktanteile oder Wanderungsstatistik.
Bei den vermittelten Personen mit Sprachangabe nennen 97 Prozent mindestens B1 und 62 Prozent mindestens B2. 570 Sprachangaben liegen vor. Es handelt sich um Selbstauskünfte, keine einheitliche Sprachprüfung. Die Pflegeerfahrung beträgt im Median neun Jahre (570 Angaben); 470 von 569 Personen mit Angabe haben einen Pflegehelferkurs.
Die bisherigen Pressekit-Werte von 89 Prozent ab B1, 61 Prozent ab B2 und acht Jahren Erfahrung beziehen sich auf den gesamten Bewerberpool. Sie dürfen nicht als Werte der tatsächlich vermittelten Personen ausgegeben werden. Die Schweizer Anerkennungen im Bestand sind nach Marians Klarstellung Pflegehelfer-Zertifikate; daraus wird kein EFZ-Abschluss abgeleitet.
Vom Haushalt autorisierte Anstellungsbedingungen
PVS ist Vermittlerin, nicht Arbeitgeberin. Löhne und Anstellungsbedingungen beschreiben ausschliesslich die vom Haushalt vor der Vermittlung autorisierten Suchbedingungen. Die unterzeichneten Arbeitsverträge liegen PVS nicht vor. Ob die Anstellung zu diesen Bedingungen erfolgte oder später geändert wurde, ist PVS nicht bekannt. Die Angaben sind keine Lohnvorgabe oder Empfehlung von PVS und kein Nachweis tatsächlich bezahlter Kosten.
Bei 1’429 Mandaten mit Turnusangabe ist in 755 ein Turnus vorgesehen, in 674 nicht. Der Anteil liegt 2021 bei 41 Prozent und 2026 bei 70 Prozent. Verwendet wird ausschliesslich das Turnusfeld des Einsatzes, nicht ein Wunsch aus Checkliste oder Kandidatenprofil.
Bei 1’439 Mandaten mit Wochenstunden liegt der Median bei 42 Stunden. 1’262 nennen 42, 32 nennen 50 Wochenstunden. Diese Erfassung bestätigt keine rechtliche Prüfung oder tatsächliche Arbeitszeit. Bei 1’440 Angaben zur Bereitschaft beträgt der Median sieben Stunden pro Tag; der Jahresmedian steigt von sechs Stunden 2021 auf acht Stunden 2026.
In 1’412 von 1’434 Mandaten mit Angabe ist Kost und Logis vorgesehen. 1’377 nennen vier Ferienwochen, 54 fünf Wochen. Diese Angaben bleiben Suchbedingungen und belegen keine tatsächliche Vertragserfüllung.
Bei 1’426 Mandaten mit Verwaltungsangabe sind in 76 Prozent ein externer Treuhänder, in 21 Prozent Eigenregie und in drei Prozent andere Dienstleister für die Lohn- und Sozialversicherungsadministration angegeben. Auf Haushaltsebene nach letztem Einsatz sind es 70, 23 und drei Prozent; vier Prozent haben keine Angabe.
Lohneckwerte der Suchmandate
PVS ist Vermittlerin, nicht Arbeitgeberin. Löhne und Anstellungsbedingungen beschreiben ausschliesslich die vom Haushalt vor der Vermittlung autorisierten Suchbedingungen. Die unterzeichneten Arbeitsverträge liegen PVS nicht vor. Ob die Anstellung zu diesen Bedingungen erfolgte oder später geändert wurde, ist PVS nicht bekannt. Die Angaben sind keine Lohnvorgabe oder Empfehlung von PVS und kein Nachweis tatsächlich bezahlter Kosten.
Basis sind 1’361 Mandate mit autorisiertem Bruttomonatslohn zwischen CHF 2’000 und 12’000; unplausible Werte wurden in der gelieferten Auswertung ausgeschlossen. Gesamtmedian CHF 5’068, Quartile CHF 4’676 und 5’333. Bei 42 Wochenstunden (1’200 Mandate) beträgt der Median CHF 5’104.
Der Bruttomonatslohn umfasst Zeitlohn, Bereitschaftsentschädigung und anteiligen Ferienlohn. Naturallohn für Kost und Logis ist darin enthalten, kein zusätzlicher Zuschlag. Im von Marian beschriebenen Vollmonatsmodell entfallen darauf CHF 990. Arbeitgeberbeiträge, Vermittlung und weitere Haushaltskosten sind damit nicht als vollständige Gesamtkosten erfasst.
Die Jahrestabelle zeigt die gelieferten Bruttolohnmediane für 42 Wochenstunden. Der Anstieg von CHF 4’547 (2021) auf CHF 5’418 (2026) beträgt gerundet 19 Prozent. Es handelt sich um unterschiedliche jährliche Suchmandate, keine nachverfolgten Lohnerhöhungen derselben Person. 2026 ist ein unvollständiges Jahr.
Was Haushalte in der Bedarfs-Checkliste nennen
Die Checklisten nennen unter anderem Gehschwäche, altersbedingte Fragilität und Demenz oder Alzheimer sowie Hilfe bei Mobilität und Körperpflege. Mehrfachnennungen sind möglich; die Angaben sind keine medizinisch bestätigten Diagnosen und belegen für sich keinen Bedarf an einer bestimmten Betreuungsform.
Die Formulare erfassen auch eine bestehende oder geplante Spitex-Unterstützung. Wegen Tests, wiederholter Übermittlungen und ungeklärter Bezugsgrössen werden hier keine Haushaltsquoten oder Kurzbetreuungsanteile aus den Checklisten ausgewiesen.
Suchmandate im Jahresvergleich
PVS ist Vermittlerin, nicht Arbeitgeberin. Löhne und Anstellungsbedingungen beschreiben ausschliesslich die vom Haushalt vor der Vermittlung autorisierten Suchbedingungen. Die unterzeichneten Arbeitsverträge liegen PVS nicht vor. Ob die Anstellung zu diesen Bedingungen erfolgte oder später geändert wurde, ist PVS nicht bekannt. Die Angaben sind keine Lohnvorgabe oder Empfehlung von PVS und kein Nachweis tatsächlich bezahlter Kosten.
2026 umfasst nur den Zeitraum bis September. Personen und Haushalte können in mehreren Jahren vorkommen. Die Turnusquoten beziehen sich auf gültige Feldangaben, die Lohnmediane auf Mandate mit 42 Wochenstunden.
| Jahr | Mandate | Personen | Haushalte | Turnus | Bruttolohnmedian (42 h/Woche) |
|---|---|---|---|---|---|
| 2021 | 185 | 137 | 84 | 41 % | CHF 4'547 |
| 2022 | 345 | 191 | 111 | 30 % | CHF 4'964 |
| 2023 | 249 | 164 | 94 | 45 % | CHF 5'048 |
| 2024 | 238 | 169 | 105 | 68 % | CHF 5'197 |
| 2025 | 251 | 181 | 113 | 71 % | CHF 5'333 |
| 2026 bis September | 200 | 169 | 90 | 70 % | CHF 5'418 |
202141 %
202230 %
202345 %
202468 %
202571 %
2026 bis September70 %
Gemeinsame Skala 0–100 %. Autorisierte Suchbedingungen, keine Messung der tatsächlichen Vertragsdurchführung.
Quellen, Material und Grenzen
Grundlage: «Presskit Datenbasis Live-in 2021–2026», Marian Birkholz/Pflegevermittlung Schweiz, 10. September 2026. Quellen sind Vermittlungsbestand, Honorarfakturierung und Bedarfs-Checklisten. Rohdaten und interne Konversionsanalysen werden nicht ausgeliefert. Kleine Teilgruppen und Stundenlohnauswertungen sind nicht Gegenstand dieser redaktionellen Fassung. Die Tabellen sind für die redaktionelle Verwendung freigegeben.
Korrekturhinweise: Diese Fassung verwendet fakturierte Betreuungsmonate statt CRM-Vertragsspannen, unterscheidet Bewerberpool und vermittelte Personen und berücksichtigt Marians abschliessende Datenkorrekturen vom 10. September 2026.
