Palliativpflege wird häufig mit den allerletzten Lebenstagen gleichgesetzt. Mit Hospizen, mit Abschiednehmen, mit einem Ende, das unmittelbar bevorsteht. Tatsächlich aber beginnt Palliative Care deutlich früher. Sie kommt dann zum Einsatz, wenn eine Krankheit nicht mehr heilbar ist, aber noch Monate oder sogar Jahre Leben möglich sind.
Ihr Ziel ist es, diese Zeit erträglich und lebenswert zu gestalten – durch Schmerzlinderung, durch Symptomkontrolle und durch eine Betreuung, die sich nach den Bedürfnissen der Betroffenen richtet statt nach starren Therapieplänen.
Wichtig zu wissen: Palliativpflege bedeutet nicht, alle medizinischen Massnahmen einzustellen. Die ärztliche Betreuung läuft weiter, die Spitex kommt für pflegerische und medizinische Leistungen und Schmerzmedikamente werden weiterhin gegeben. Was sich verändert, ist der Schwerpunkt. Es geht nicht mehr darum, eine Krankheit um jeden Preis zu bekämpfen, sondern darum, mit ihr zu leben – so gut und so lange es geht.
Für viele Familien bedeutet diese Verschiebung eine Erleichterung, weil sie Raum schafft für die Frage: Was tut unserem Angehörigen wirklich gut?


























