Wir arbeiten laufend daran, interessante und nützliche Informationen rund um die Pflege zuhause für unsere Kunden und Interessenten zusammenzutragen. Diese Ratgeber-Beiträge entstehen in Zusammenarbeit mit ausgewählten Pflegeexperten.
Lukas Meier
27. August 2025
Folgende Inhalte finden Sie auf dieser Seite:
Moderne Pflegebetten vereinen fortschrittliche Technologie mit durchdachter Ergonomie, um den Pflegealltag zu erleichtern. Die elektrische Höhenverstellung ermöglicht eine stufenlose Anpassung der Liegefläche zwischen 40 und 80 Zentimetern. Diese Funktion unterstützt nicht nur beim Transfer der pflegebedürftigen Person, sondern ermöglicht auch dem Pflegepersonal ein rückenschonendes Arbeiten [Hedinger].
Die mehrteilige Liegefläche lässt sich in verschiedene Positionen bringen. Das Kopfteil kann bis zu 70 Grad aufgerichtet werden, während das Fussteil zur Entlastung der Beine angewinkelt wird. Die integrierte Anti-Trendelenburg-Funktion erlaubt zudem eine Schräglagerung des gesamten Bettes, wodurch die Durchblutung gefördert und das Dekubitusrisiko reduziert wird.
Besonders hervorzuheben sind die eingebauten Aufstehhilfen moderner Pflegebetten. Ein elektronischer Aufrichter unterstützt die selbstständige Mobilisation. Seitliche Aufstehhilfen bieten zusätzlichen Halt beim Transfer aus dem Bett. Die Schweizerische Gesellschaft für Gerontologie empfiehlt diese Funktionen besonders für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, da sie die Selbstständigkeit fördern und das Sturzrisiko minimieren [SGG].
Die Bedienung erfolgt über eine ergonomisch gestaltete Handsteuerung. Alle Funktionen lassen sich intuitiv per Knopfdruck aktivieren. Für zusätzliche Sicherheit sorgt eine Sperrfunktion, die versehentliche Verstellungen verhindert. Die Steuerung kann bei Bedarf auch vom Pflegepersonal übernommen werden, etwa wenn kognitive Einschränkungen vorliegen.
Ein weiteres Kernmerkmal ist die elektrische Notabsenkung bei Stromausfall. Diese gewährleistet, dass das Bett auch ohne Netzstrom in eine flache Position gebracht werden kann. Die Akkupufferung hält dabei mindestens zehn Verstellzyklen vor, sodass die grundlegenden Funktionen auch in Ausnahmesituationen verfügbar bleiben.
Die technische Sicherheit von Pflegebetten unterliegt in der Schweiz strengen Qualitätsrichtlinien. Besonders hervorzuheben sind die seitlichen Schutzvorrichtungen, die sich stufenlos und geräuscharm verstellen lassen. Diese Seitengitter müssen mindestens 40 Zentimeter über die Matratzenoberfläche hinausragen und einen maximalen Zwischenraumabstand von 12 Zentimetern aufweisen [Hedinger].
Zur Grundausstattung gehört ein zertifiziertes Bremssystem an allen vier Rollen. Die Feststellbremsen ermöglichen eine sichere Positionierung des Bettes, während die Lenkrollen den Transport innerhalb der Wohnung erleichtern. Die Rollen verfügen über spezielle Abdeckungen, die das Eindringen von Feuchtigkeit und Schmutz verhindern und damit die Hygiene gewährleisten.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der elektrischen Sicherheit. Moderne Pflegebetten verfügen über einen Feuchtigkeitsschutz der Klasse IPX4, der gegen Spritzwasser schützt. Die elektrischen Komponenten sind mehrfach isoliert und mit einem Überlastschutz ausgestattet. Das Netzkabel muss zugentlastet und gegen mechanische Beschädigungen geschützt sein.
Die Materialqualität spielt eine zentrale Rolle bei der Sicherheit. Die Schweizerische Gesellschaft für Gerontologie empfiehlt Konstruktionen aus korrosionsbeständigem Stahl oder hochwertigem Aluminium. Sämtliche Oberflächen müssen desinfektionsmittelbeständig und leicht zu reinigen sein. Die Verbindungselemente zwischen den beweglichen Teilen benötigen wartungsfreie Lager mit hoher Verschleissfestigkeit [SGG].
Für den Notfall ist eine mechanische Schnellabsenkung des Kopfteils vorgeschrieben. Diese ermöglicht auch ohne Stromversorgung eine rasche Flachlagerung. Die Bedienelemente müssen eindeutig gekennzeichnet und gegen unbeabsichtigte Betätigung gesichert sein. Ein integrierter Überfahrschutz stoppt automatisch alle Bewegungen, sobald Hindernisse erkannt werden.
Die medizinischen Anforderungen an Pflegebetten orientieren sich primär an den individuellen Bedürfnissen der pflegebedürftigen Person. Die Liegefläche muss eine optimale Druckverteilung gewährleisten und aus atmungsaktiven Materialien bestehen. Besonders wichtig ist die Möglichkeit zur Anpassung der Härtegrade in verschiedenen Liegezonen, um Druckstellen und Dekubitus vorzubeugen [Hedinger].
Für Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit spielt die ergonomische Gestaltung eine zentrale Rolle. Die Liegefläche sollte in mindestens vier unabhängig voneinander verstellbare Segmente unterteilt sein. Dies ermöglicht eine präzise Anpassung an verschiedene medizinische Bedürfnisse, etwa bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Atembeschwerden.
Die hygienischen Standards erfordern spezielle Materialien und Beschichtungen. Alle Oberflächen müssen resistent gegen Desinfektionsmittel sein und sich leicht reinigen lassen. Die Matratzenauflage benötigt einen wasserdichten, aber atmungsaktiven Bezug. Besonders wichtig sind abgerundete Ecken und Kanten, die keine Schmutznischen bilden können.
Für die therapeutische Versorgung sind spezielle Vorrichtungen erforderlich. Das Bundesamt für Gesundheit empfiehlt Befestigungsmöglichkeiten für medizinische Geräte wie Infusionsständer oder Beatmungsgeräte. Die Konstruktion muss zudem das Anbringen von Aufrichthilfen, Patientenliftern und anderen Therapiehilfsmitteln ermöglichen [BAG].
Ein weiterer medizinischer Aspekt betrifft die Transfermöglichkeiten. Die Einstiegshöhe muss sich individuell an die Körpergrösse und Mobilität anpassen lassen. Die Seitenteile benötigen ausreichend grosse Aussparungen für den Einsatz von Hebehilfen. Gleichzeitig muss die Stabilität des Bettes auch bei einseitiger Belastung während des Transfers gewährleistet sein.
Die Finanzierung eines Pflegebettes erfolgt in der Schweiz über verschiedene Kostenträger. Die obligatorische Krankenpflegeversicherung übernimmt die Kosten für ein Pflegebett, wenn eine ärztliche Verordnung vorliegt und das Bett den medizinischen Anforderungen entspricht. Die Kostenbeteiligung beträgt dabei in der Regel 90 Prozent des Kaufpreises oder der Mietkosten [Hedinger].
Für die Beantragung der Kostenübernahme ist ein detaillierter Nachweis der Pflegebedürftigkeit erforderlich. Die behandelnden Ärzte müssen dabei die medizinische Notwendigkeit ausführlich dokumentieren. Besonders wichtig ist die Beschreibung der konkreten Einschränkungen und der daraus resultierenden Anforderungen an das Pflegebett.
Zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten bieten die Ergänzungsleistungen zur AHV/IV. Diese können die verbleibenden Kosten übernehmen, wenn das Einkommen und Vermögen bestimmte Grenzen nicht überschreiten. Die kantonalen Sozialämter beraten dabei über die individuellen Anspruchsvoraussetzungen und unterstützen bei der Antragstellung.
Bei temporärem Bedarf empfiehlt das Bundesamt für Gesundheit die Anmietung eines Pflegebettes. Die Mietkosten werden von den Krankenkassen übernommen, wenn die medizinische Notwendigkeit nachgewiesen ist. Die Mietdauer wird dabei zunächst auf drei Monate festgelegt und kann bei anhaltendem Bedarf verlängert werden [BAG].
Für spezielle Ausstattungsmerkmale oder Zusatzfunktionen, die über die medizinische Grundversorgung hinausgehen, können Zusatzversicherungen aufkommen. Diese freiwilligen Versicherungen ermöglichen oft eine höherwertige Ausstattung oder übernehmen einen grösseren Anteil der Kosten. Die genauen Leistungen sind dabei in den individuellen Versicherungspolicen festgelegt.
Spezielle Matratzenauflagen bilden die Basis für eine optimale Lagerung. Anti-Dekubitus-Systeme mit Wechseldruckfunktion beugen dabei wirksam dem Wundliegen vor. Die Schweizerische Gesellschaft für Gerontologie empfiehlt besonders Systeme mit verschiedenen Härtezonen und integrierter Klimaregulierung für ein angenehmes Schlafklima [SGG].
Bettverlängerungen ermöglichen die individuelle Anpassung an die Körpergrösse. Diese Erweiterungen lassen sich werkzeuglos montieren und gewährleisten auch bei überdurchschnittlicher Körpergrösse eine ergonomisch korrekte Lagerung. Die Verlängerungselemente sind dabei vollständig in das Sicherheitskonzept des Bettes integriert.
Zur verbesserten Mobilisation dienen spezielle Aufstehhilfen und Haltegriffe. Schwenkbare Aufrichter erleichtern das selbstständige Aufrichten im Bett. Ergänzende Handläufe an den Seitengittern unterstützen beim Transfer und bieten zusätzliche Sicherheit während der Positionsänderung.
Auch praktische Zusatzelemente wie schwenkbare Betttische oder integrierte Leselampen erhöhen den Komfort im Pflegealltag. Das Bundesamt für Gesundheit betont dabei die Bedeutung einer ergonomischen Gestaltung dieser Hilfsmittel für die Selbstständigkeit der Pflegebedürftigen [BAG].
Für die nächtliche Orientierung sorgen dezente Unterbettbeleuchtungen. Diese aktivieren sich durch Bewegungssensoren und leuchten den Weg sanft aus, ohne dabei zu blenden. Zusätzliche Nachtlichter an den Bedienelementen ermöglichen eine sichere Handhabung der Verstellfunktionen auch bei Dunkelheit.
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