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Marian Birkholz

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alte Frau mit Gehhilfe

Gehhilfen: Sicher und mobil im Alltag

Geschrieben von

Lukas Meier

Veröffentlicht am

Die wichtigsten Arten von Gehhilfen im Überblick: Von Gehstock bis Deltarad

Gehhilfen bieten Menschen mit eingeschränkter Mobilität die Möglichkeit, sich sicher und selbstständig fortzubewegen. Die Auswahl an verschiedenen Modellen orientiert sich dabei an den individuellen Bedürfnissen der Nutzer. Während einige Personen nur eine leichte Unterstützung beim Gehen benötigen, sind andere auf stabilere Hilfsmittel angewiesen [Gschwind].

Der klassische Gehstock stellt die einfachste Form der Gehhilfe dar und eignet sich besonders für Menschen mit leichten Gleichgewichtsstörungen oder bei einseitigen Gelenkbeschwerden. Unterarmgehstützen bieten durch ihre spezielle Konstruktion mit Armmanschette deutlich mehr Stabilität. Diese Variante ermöglicht eine bessere Gewichtsverteilung und schont die Handgelenke. Die ergonomische Form der Handgriffe verhindert dabei ein Abrutschen und gewährleistet einen sicheren Halt.

Gehgestelle, auch „Rollatoren“ genannt, zeichnen sich durch ihre hohe Standfestigkeit aus. Mit vier Auflagepunkten bieten sie maximale Stabilität und eignen sich besonders für Personen mit beidseitigem Unterstützungsbedarf. Moderne Modelle verfügen über ergonomische Handgriffe, einen integrierten Sitz für Ruhepausen sowie praktische Transportmöglichkeiten für Einkäufe. Die Bedeutung dieser Hilfsmittel zeigt sich in aktuellen Studien zur Sturzprävention [Wolf].

Deltaräder kombinieren die Vorteile verschiedener Gehhilfen. Die dreirädrigen Modelle ermöglichen eine dynamische Fortbewegung bei gleichzeitig hoher Stabilität. Ausgestattet mit Handbremsen und oft auch einem kleinen Transportkorb, unterstützen sie die Mobilität im Alltag. Die kompakte Bauweise macht sie besonders wendig und damit ideal für die Nutzung in Innenräumen.

Bei der Wahl der passenden Gehhilfe spielen verschiedene Faktoren eine zentrale Rolle: Der Grad der Mobilitätseinschränkung, die körperliche Konstitution sowie die hauptsächlichen Einsatzorte. Besonders wichtig ist die richtige Höheneinstellung, die eine aufrechte Körperhaltung ermöglicht und Folgeschäden durch falsche Belastung verhindert.

Mobilität und Sicherheit: Wie Gehhilfen den Alltag unterstützen

Die selbstständige Bewältigung des Alltags steht für viele Menschen im Mittelpunkt eines erfüllten Lebens. Gehhilfen leisten dabei einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung der persönlichen Autonomie. Aktuelle Untersuchungen belegen, dass der Einsatz passender Gehhilfen das Sturzrisiko deutlich reduziert und gleichzeitig das Vertrauen in die eigene Mobilität stärkt [Bridenbaugh].

Im häuslichen Umfeld ermöglichen Gehhilfen eine sichere Navigation durch verschiedene Wohnbereiche. Besonders bei alltäglichen Aktivitäten wie dem Gang zur Toilette, dem Zubereiten von Mahlzeiten oder der Körperpflege bieten sie die notwendige Stabilität. Die erhöhte Sicherheit führt nachweislich zu einer aktiveren Lebensführung und damit zur Erhaltung der körperlichen Fitness.

Ausserhalb der Wohnung eröffnen Gehhilfen neue Perspektiven für soziale Teilhabe. Der Besuch von Veranstaltungen, Einkäufe oder Spaziergänge werden wieder möglich. Studien zur Lebensqualität älterer Menschen zeigen, dass regelmässige ausserhäusliche Aktivitäten einen positiven Einfluss auf das psychische Wohlbefinden haben [Kressig].

Die Unterstützung durch Gehhilfen wirkt sich auch positiv auf die Körperhaltung aus. Eine aufrechte Haltung beim Gehen entlastet die Wirbelsäule und beugt Verspannungen vor. Gleichzeitig wird durch die zusätzlichen Stützpunkte das Gleichgewichtssystem entlastet, wodurch mehr Energie für andere Aktivitäten zur Verfügung steht.

Ein weiterer bedeutender Aspekt ist die präventive Wirkung von Gehhilfen. Durch die erhöhte Stabilität beim Gehen werden Unsicherheiten frühzeitig ausgeglichen. Dies verhindert das Entstehen von Schonhaltungen und damit verbundenen Folgebeschwerden. Die regelmässige Bewegung unterstützt zudem den Erhalt der Muskelkraft und Gelenkbeweglichkeit.

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Die richtige Anpassung: Schlüsselfaktoren für eine optimale Nutzung

Die korrekte Anpassung einer Gehhilfe bildet die Grundlage für eine ichere und effektive Nutzung. Fachstudien belegen, dass eine individuell eingestellte Gehhilfe nicht nur den Bewegungsablauf optimiert, sondern auch das Risiko von Folgeschäden minimiert [Gschwind].

Die Höheneinstellung der Gehhilfe orientiert sich an der Körpergrösse und den anatomischen Verhältnissen der nutzenden Person. Bei der korrekten Einstellung steht die Gehhilfe so hoch, dass die Ellbogen in einer leichten Beugung von etwa 20 bis 30 Grad gehalten werden können. Diese Position gewährleistet eine natürliche Körperhaltung und verhindert Verspannungen im Schulter-Nacken-Bereich.

Besondere Aufmerksamkeit verdienen die Handgriffe der Gehhilfe. Die Griffoberfläche sollte rutschfest sein und einen angenehmen Halt bieten. Anatomisch geformte Griffe verteilen den Druck gleichmässig auf die gesamte Handfläche. Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass ergonomisch gestaltete Griffe die Handgelenke deutlich entlasten und damit Überlastungsschäden vorbeugen [Wolf].

Einstellungskriterium Optimale Ausrichtung
Höhe des Handgriffs Handgelenkhöhe im Stand
Ellbogenwinkel 20-30 Grad Beugung
Körperhaltung Aufrecht, Schultern entspannt

Bei Gehhilfen mit zusätzlichen Funktionen wie Rollatoren oder Deltarädern spielt auch die Einstellung der Bremsen eine zentrale Rolle. Die Bremshebel müssen leicht erreichbar sein und sich mit minimalem Kraftaufwand betätigen lassen. Gleichzeitig muss die Bremswirkung stark genug sein, um in jeder Situation Sicherheit zu gewährleisten.

Die regelmässige Überprüfung der Einstellungen gehört zur grundlegenden Wartung jeder Gehhilfe. Besonders nach längerer Nutzung oder bei Veränderungen des Gesundheitszustands kann eine Neuanpassung erforderlich sein. Dabei sollten auch die Gummipuffer oder Rollen auf Abnutzung kontrolliert werden, da diese direkten Einfluss auf die Standsicherheit haben.

Sicherheitsaspekte bei der Verwendung von Gehhilfen

Die sichere Handhabung von Gehhilfen basiert auf fundierten Kenntnissen über deren korrekte Anwendung. Aktuelle Untersuchungen zur Sturzprävention zeigen, dass die meisten Unfälle mit Gehhilfen auf vermeidbare Anwendungsfehler zurückzuführen sind [Bridenbaugh].

Besondere Aufmerksamkeit erfordert die Bodenbeschaffenheit. Unterschiedliche Untergründe wie Teppiche, geflieste Böden oder unebene Aussenflächen stellen verschiedene Anforderungen an die Nutzung der Gehhilfe. Auf glatten oder nassen Böden bieten spezielle Gummikappen optimalen Halt, während auf weichen Untergründen breitere Auflageflächen mehr Stabilität gewährleisten.

Die Bewegungsabläufe beim Gehen mit einer Gehhilfe folgen einem natürlichen Rhythmus. Der gleichmässige Dreipunktgang ermöglicht eine ausbalancierte Gewichtsverteilung zwischen Körper und Hilfsmittel. Wissenschaftliche Studien belegen, dass ein harmonischer Bewegungsablauf nicht nur die Sicherheit erhöht, sondern auch die körperliche Belastung minimiert [Wolf].

Beim Treppensteigen gelten besondere Sicherheitsregeln. Bergauf führt das stärkere Bein, gefolgt von der Gehhilfe und dem schwächeren Bein. Bergab wird zuerst die Gehhilfe aufgesetzt, dann das schwächere und zuletzt das stärkere Bein. Diese Technik gewährleistet maximale Stabilität und verhindert gefährliche Stolpersituationen.

Situation Sicherheitsmassnahme
Glatte Böden Rutschfeste Gummikappen
Treppen aufwärts Starkes Bein führt
Treppen abwärts Gehhilfe führt

Die Umgebungsgestaltung spielt eine zentrale Rolle für die sichere Nutzung von Gehhilfen. Ausreichend breite Durchgänge, gute Beleuchtung und die Vermeidung von Hindernissen wie losen Kabeln oder rutschenden Teppichen tragen wesentlich zur Unfallprävention bei. In Feuchträumen wie Bad oder Dusche sind zusätzliche Haltegriffe sinnvoll, die zusammen mit der Gehhilfe ein sicheres Bewegungsumfeld schaffen.

Pflege und Wartung: So bleiben Gehhilfen langfristig zuverlässig

Die regelmässige Wartung von Gehhilfen bildet die Grundlage für deren dauerhafte Funktionsfähigkeit und Sicherheit. Untersuchungen zeigen, dass gut gewartete Hilfsmittel nicht nur länger halten, sondern auch das Unfallrisiko deutlich reduzieren [Gschwind].

Die Reinigung der Gehhilfen sollte mit milden Reinigungsmitteln erfolgen. Besonders die Handgriffe benötigen regelmässige Pflege, um Schweissrückstände und Verschmutzungen zu entfernen. Bei Rollatoren und Deltarädern verdienen die Räder besondere Aufmerksamkeit – hier können sich kleine Steinchen oder andere Fremdkörper festsetzen und die Beweglichkeit einschränken.

Mechanische Komponenten wie Bremsen, Gelenke oder Höhenverstellungen müssen regelmässig auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft werden. Aktuelle Studien zur Sturzprävention belegen, dass defekte oder schwergängige Mechanismen häufig Ursache für Unfälle sind [Wolf].

Verschleissteile wie Gummipuffer oder Gleitstopper verlieren im Laufe der Zeit ihre Funktionsfähigkeit. Eine regelmässige Kontrolle dieser Komponenten verhindert plötzliche Funktionseinschränkungen. Bei Rollatoren gilt besondere Aufmerksamkeit den Bremszügen und Bremsbelägen, die rechtzeitig nachgestellt oder ersetzt werden müssen.

Neben der technischen Wartung spielt auch die hygienische Pflege eine wichtige Rolle. Gerade in Gemeinschaftseinrichtungen oder bei wechselnden Nutzern ist eine gründliche Desinfektion unerlässlich. Die Verwendung geeigneter Desinfektionsmittel schützt dabei nicht nur vor Krankheitserregern, sondern erhält auch die Materialqualität der Gehhilfe. Regelmässige Wartungsintervalle, die alle Aspekte der Pflege umfassen, gewährleisten eine lange Nutzungsdauer bei gleichbleibend hoher Sicherheit.

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Quellenverzeichnis

  1. Bridenbaugh, S. A. (2022). In: Best Practice Gesundheitsförderung im Alter: Sturzprävention. Gesundheitsförderung Schweiz. Link
  2. Gschwind, Y. J., Wolf, I., Bridenbaugh, S. A., Kressig, R. W. (2011). Sturzprävention – Best Practice Studie. Public Health Services. Link
  3. Kressig, R. W. (2022). In: Best Practice Gesundheitsförderung im Alter: Sturzprävention. Gesundheitsförderung Schweiz. Link
  4. Wolf, I. (2011). In: Sturzprävention – Best Practice Studie. Public Health Services. Link
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Lukas Meier

Freier Redakteur

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