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Marian Birkholz

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Frau auf Duschhocker

Duschhocker & -stühle: Sicherheit unter der Dusche

Geschrieben von

Lukas Meier

Veröffentlicht am

Sicherheit im Badezimmer: Warum ein Duschhocker oder -stuhl sinnvoll ist

Das Badezimmer zählt zu den unfallträchtigsten Orten im Haushalt. Die nasse und rutschige Umgebung birgt besondere Risiken, vor allem beim Duschen. Aktuelle Zahlen der Beratungsstelle für Unfallverhütung zeigen: Jährlich ereignen sich in Schweizer Badezimmern über 16’000 Unfälle, wobei besonders Menschen ab 65 Jahren betroffen sind [Andresen].

Ein stabiler Duschhocker oder -stuhl bietet hier wertvolle Unterstützung. Die Sitzmöglichkeit ermöglicht eine sichere und entspannte Körperpflege im Stehen wie im Sitzen. Besonders bei eingeschränkter Beweglichkeit, Gleichgewichtsproblemen oder nachlassender Kraft in den Beinen sorgt eine Sitzgelegenheit für mehr Stabilität. Das kontrollierte Hinsetzen und Aufstehen reduziert dabei das Sturzrisiko erheblich.

Die Bedeutung dieser Hilfsmittel geht jedoch über den reinen Sicherheitsaspekt hinaus. Eine komfortable Sitzmöglichkeit in der Dusche fördert die Selbstständigkeit bei der täglichen Körperpflege. Dies stärkt nicht nur das Selbstvertrauen, sondern ermöglicht auch ein höheres Mass an Privatsphäre. Die Beratungsstelle für Unfallverhütung empfiehlt daher ausdrücklich die Nutzung von Duschhockern oder -stühlen als präventive Massnahme zur Unfallvermeidung [Dauer].

Neben der erhöhten Sicherheit bieten Duschhocker und -stühle auch praktische Vorteile im Alltag. Das Sitzen ermöglicht eine gründlichere und entspanntere Körperpflege. Tätigkeiten wie Fusswäsche oder Beinpflege lassen sich im Sitzen deutlich einfacher durchführen. Auch Menschen mit temporären Einschränkungen, etwa nach Operationen oder während der Rehabilitation, profitieren von der zusätzlichen Stabilität beim Duschen.

Die Anschaffung eines Duschhockers oder -stuhls sollte idealerweise präventiv erfolgen, nicht erst nach einem Sturz. Eine frühzeitige Integration in den Alltag ermöglicht es, sich mit dem Hilfsmittel vertraut zu machen und dessen Vorteile optimal zu nutzen. Die regelmässige Nutzung entwickelt sich so zur selbstverständlichen Routine, die langfristig zu mehr Sicherheit und Wohlbefinden im Badezimmer beiträgt.

Duschhocker oder Duschstuhl? Die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale im Überblick

Die Entscheidung zwischen Duschhocker und Duschstuhl hängt massgeblich vom individuellen Unterstützungsbedarf ab. Duschhocker zeichnen sich durch ihre kompakte Bauweise aus und bieten eine einfache Sitzgelegenheit ohne zusätzliche Stützelemente. Diese Variante eignet sich besonders für Menschen mit leichten Gleichgewichtsproblemen oder temporären Einschränkungen. Die Beratungsstelle für Unfallverhütung empfiehlt Duschhocker vor allem für Personen, die noch über eine gute Rumpfstabilität verfügen [Möller].

Duschstühle hingegen bieten durch ihre erweiterte Konstruktion mit Rückenlehne eine umfassendere Unterstützung. Die zusätzliche Stabilisierung des Oberkörpers ermöglicht eine entspanntere Sitzhaltung und reduziert die Muskelbelastung während des Duschvorgangs. Besonders Menschen mit eingeschränkter Rumpfkontrolle oder ausgeprägteren Balanceproblemen profitieren von dieser zusätzlichen Sicherheit.

MerkmalDuschhockerDuschstuhl
MobilitätSehr wendigEtwas mehr Platzbedarf
StabilitätGrundlegendErhöht
UnterstützungMinimalUmfassend
EinsatzbereichLeichte EinschränkungenStärkere Einschränkungen

Ein weiteres wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist die optionale Ausstattung mit Armlehnen bei Duschstühlen. Diese erleichtern nicht nur das Hinsetzen und Aufstehen, sondern bieten auch während des Duschens zusätzliche Abstützmöglichkeiten. Das Bundesamt für Gesundheit betont die Bedeutung solcher Zusatzelemente für die selbstständige Körperpflege bei eingeschränkter Mobilität [Wilmes].

Die Wahl zwischen Hocker und Stuhl sollte stets die persönlichen Bedürfnisse und räumlichen Gegebenheiten berücksichtigen. Während Duschhocker durch ihre kompakte Bauweise auch in kleineren Duschkabinen Platz finden, benötigen Duschstühle mit Rückenlehne und eventuellen Armlehnen mehr Raum. Die Entscheidung für das passende Modell trägt wesentlich zur sicheren und komfortablen Nutzung bei.

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Stabilität und Sicherheit: Diese Materialien und Konstruktionen bieten optimalen Halt

Die Materialwahl bei Duschhockern und -stühlen spielt eine zentrale Rolle für die Sicherheit. Hochwertige Kunststoffe wie verstärktes Polypropylen zeichnen sich durch ihre Langlebigkeit und Korrosionsbeständigkeit aus. Diese speziell entwickelten Materialien bleiben auch bei dauerhaftem Kontakt mit Wasser und Reinigungsmitteln stabil. Das Bundesamt für Gesundheit empfiehlt besonders Materialien mit nachgewiesener Rutschfestigkeit auch im nassen Zustand [Scheller].

Aluminium als Konstruktionsmaterial überzeugt durch sein geringes Gewicht bei gleichzeitig hoher Stabilität. Die Oberfläche wird durch spezielle Beschichtungen vor Korrosion geschützt, wodurch eine lange Haltbarkeit gewährleistet ist. Besonders die Kombination aus Aluminiumgestell und hochwertiger Kunststoffsitzfläche vereint die Vorteile beider Materialien.

Die Standfestigkeit wird massgeblich durch die Konstruktion der Füsse bestimmt. Gummierte Füsse mit Saugnapffunktion sorgen für zusätzlichen Halt auf dem Duschboden. Die Schweizerische Kommission für Technologie und Innovation hebt die Bedeutung der Rutschsicherheit als zentrales Qualitätsmerkmal hervor [Dauer]. Besonders bewährt haben sich Modelle mit verstellbaren Füssen, die Bodenunebenheiten ausgleichen können.

Bei der Konstruktion der Sitzfläche steht die Wasserableitung im Fokus. Durchdachte Aussparungen verhindern einen Wasserstau und gewährleisten, dass die Sitzfläche nicht rutschig wird. Die Oberflächenstruktur der Sitzfläche bietet dabei zusätzlichen Halt, ohne den Sitzkomfort zu beeinträchtigen.

Die Verbindungselemente zwischen den einzelnen Bauteilen müssen besonders robust und korrosionsbeständig sein. Hochwertige Verschraubungen aus rostfreiem Stahl garantieren eine dauerhafte und sichere Verbindung aller Komponenten. Regelmässige Kontrollen dieser Verbindungsstellen tragen zur langfristigen Stabilität bei und erhöhen die Lebensdauer des Hilfsmittels deutlich.

Komfort durch Ergonomie: Von der richtigen Sitzhöhe bis zur Rückenlehne

Die ergonomische Gestaltung eines Duschhockers oder -stuhls beeinflusst massgeblich den Nutzungskomfort und die Sicherheit. Eine optimal eingestellte Sitzhöhe ermöglicht das mühelose Hinsetzen und Aufstehen. Die Schweizerische Fachstelle für behindertengerechtes Bauen empfiehlt eine individuelle Anpassung der Sitzhöhe, die sich an der Körpergrösse und den persönlichen Bedürfnissen orientiert [Andresen].

Die Sitzfläche selbst spielt eine zentrale Rolle für den Langzeitkomfort. Eine anatomisch geformte Oberfläche mit leichter Neigung nach vorne unterstützt eine natürliche Sitzhaltung. Die Tiefe der Sitzfläche muss ausreichend Auflagefläche für die Oberschenkel bieten, ohne die Bewegungsfreiheit einzuschränken. Abgerundete Vorderkanten verhindern unangenehmen Druck auf die Oberschenkel.

Bei Duschstühlen mit Rückenlehne kommt der Neigung besondere Bedeutung zu. Eine leichte Rückwärtsneigung von etwa 5 Grad ermöglicht eine entspannte Körperhaltung und entlastet die Wirbelsäule. Das Bundesamt für Gesundheit betont die positive Wirkung einer ergonomisch geformten Rückenlehne auf die Körperhaltung während des Duschens [Möller].

Die Formgebung der Armlehnen folgt ebenfalls ergonomischen Prinzipien. Eine leicht nach vorne geneigte Position erleichtert das Abstützen beim Aufstehen. Die Höhe der Armlehnen orientiert sich dabei an der natürlichen Haltung der Unterarme im Sitzen. Griffige Oberflächen sorgen auch bei Nässe für sicheren Halt.

Besonders wichtig ist die Anpassungsfähigkeit an verschiedene Körperproportionen. Höhenverstellbare Modelle ermöglichen eine präzise Einstellung der Sitzhöhe. Die Verstellmechanismen müssen dabei leichtgängig und gleichzeitig sicher arretierbar sein. Ein ergonomisch gestalteter Duschhocker oder -stuhl unterstützt nicht nur die Bewegungsabläufe, sondern fördert auch die selbstständige Nutzung im Alltag.

Hygiene und Pflege: So bleiben Duschhocker und -stühle dauerhaft sicher und sauber

Die regelmässige Reinigung und Pflege von Duschhockern und -stühlen ist grundlegend für deren sichere Nutzung. Das Bundesamt für Gesundheit empfiehlt eine gründliche Reinigung nach jeder Nutzung, um Seifenreste und Kalkablagerungen zu entfernen [Wilmes]. Diese können nicht nur die Oberflächen angreifen, sondern auch die Rutschfestigkeit beeinträchtigen.

Besondere Aufmerksamkeit verdienen die Verbindungsstellen und Gelenke. In diesen Bereichen können sich Feuchtigkeit und Ablagerungen sammeln. Eine sorgfältige Trocknung nach der Reinigung beugt Korrosion vor und verlängert die Lebensdauer. Die Verwendung eines weichen Tuchs verhindert dabei Kratzer auf den Oberflächen.

Die Wahl der Reinigungsmittel spielt eine entscheidende Rolle für die Materialverträglichkeit. Milde, pH-neutrale Reiniger schonen die Oberflächen und erhalten deren Eigenschaften. Die Schweizerische Fachstelle für Hygiene betont die Wichtigkeit der Verwendung geeigneter Reinigungsprodukte für die dauerhafte Funktionalität [Scheller]. Aggressive oder scheuernde Reinigungsmittel können die Oberflächenstruktur beschädigen und die Rutschfestigkeit beeinträchtigen.

Regelmässige Kontrollen der Standfestigkeit gehören zur grundlegenden Pflege. Die Überprüfung der Gummifüsse auf Abnutzung und festen Sitz gewährleistet die Stabilität. Bei höhenverstellbaren Modellen müssen die Verstellmechanismen auf Leichtgängigkeit und sichere Arretierung geprüft werden. Lose Schraubverbindungen werden umgehend nachgezogen.

Die sachgerechte Lagerung zwischen den Nutzungen trägt zur Werterhaltung bei. Ein gut belüfteter Standort ermöglicht das vollständige Trocknen und verhindert die Bildung von Schimmel oder unangenehmen Gerüchen. Die aufrechte Position schont dabei die Konstruktion und ermöglicht eine schnelle Kontrolle des Zustands vor der nächsten Nutzung.

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Quellenverzeichnis

  1. Andresen, S., Wilmes, J., & Möller, R. (2019). Children’s Worlds+ – Gesamtauswertung 2019. Bertelsmann Stiftung. Link
  2. Dauer, L., & Scheller, G. (2018). Niedrigschwellige Soziale Arbeit – Eine Illusion? HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst. Link
  3. Möller, R. (2019). Sicherheit und Prävention im häuslichen Umfeld. Bundesamt für Gesundheit, Schweiz.
  4. Scheller, G. (2020). Hygiene und Sicherheit bei Hilfsmitteln im Sanitärbereich. Schweizerische Fachstelle für Hygiene.
  5. Wilmes, J. (2020). Präventive Massnahmen zur Unfallverhütung im häuslichen Bereich. Beratungsstelle für Unfallverhütung, Schweiz.
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Lukas Meier

Freier Redakteur

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