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Beobachter: Wer billig betreuen lässt, riskiert hohe Bussen!

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10’000 Billig-Betreuerinnen arbeiten in der Schweiz, vermittelt von illegalen Firmen in illegale Arbeitsverhältnisse. Wer sie engagiert, muss mit Strafverfolgung rechnen – und mit einer Busse bis zu 40’000 Franken.

Möglichst lange zu Hause leben. Das wünschen sich viele Betagte. Mit einer Rundum-Betreuung ist das machbar, aber kaum bezahlbar – wären da nicht die Billig-Betreuerinnen aus Osteuropa. Sie arbeiten 24 Stunden täglich, sieben Tage die Woche. Freizeit haben sie kaum. Ihr effektiver Stundenlohn beträgt also zwei bis vier Franken.

Verschiedene Institute haben sich auf die Vermittlung von billigen Betreuerinnen spezialisiert, darunter auch illegale Firmen, die in der Schweiz gar nicht tätig sein dürften. Wer ausländische Arbeitskräfte vermitteln oder verleihen will, braucht nicht nur eine kantonale Bewilligung, sondern auch eine vom Bund. Die erhalten Firmen aber nur, wenn sie ihren Sitz in der Schweiz haben. Und so gaukeln manche Firmen die Niederlassung vor.

Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) befasst sich seit Jahren mit dem Problem. Wenn es von illegalen Agenturen erfährt, informiert es sie schriftlich über die Schweizer Rechtslage und fordert sie auf, ihre Angebote in der Schweiz unverzüglich einzustellen. Laut Seco ist das meist erfolgreich. Wenn der Anbieter diese Aufforderung aber ignoriert, sind den Behörden die Hände gebunden.

Genau das passierte bei der Firma Getcare. Die Betreiber des Vermittlungsinstituts wohnten früher in der Schweiz. Im Sommer 2016 wurden die Getcare-Besitzer unter anderem wegen der Vermittlung ohne Bewilligung gebüsst. Darauf verkauften sie die Firma in die Slowakei. «Die neuen Besitzer operieren weiterhin in der Schweiz – illegal», sagt Seco-Sprecher Fabian Maienfisch. Sie müssen mit einer Busse bis zu 100’000 Franken rechnen. Doch die Strafverfolgung und Durchsetzung der Busse im Ausland seien extrem aufwendig und schwierig.

Nun will das Seco wenigstens erreichen, dass die Website Getcare.ch gelöscht wird. Getcare, die auf der Site eine Winterthurer Adresse ohne Hausnummer angibt, will zu Fragen des Beobachters keine Stellung nehmen. Man habe schlechte Erfahrungen mit Medien gemacht.

Busse bis zu 40’000 Franken bei illegaler Altenpflege

Aber auch Betagte oder ihre Verwandten geraten ins Visier der Behörden, wenn sie eine Betreuerin über einen illegalen Anbieter engagieren. Wer dies wissentlich tut, muss mit einer Busse bis zu 40’000 Franken rechnen. Im Kanton Aargau wurde eine Busse über 900 Franken ausgesprochen, bestätigt Fiona Strebel, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Aargau.

Gegen Kunden von illegalen Vermittlern oder Verleihern geht auch das Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zürich (AWA) vor. Hinweise erhält die Behörde unter anderem von Privaten oder Ämtern. Man habe Privatpersonen eine Strafanzeige angedroht,

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